
Meine wichtigsten Schreib-Tools
Zum Schreiben braucht es im Grunde nicht viel mehr als Zeit und Ideen.
Die ersten Geschichten entstehen schließlich oft dort, wo gerade Platz ist: auf einem Blatt Papier, in einem Schulheft oder auf losen Notizzetteln. Auch meine ersten Schreibversuche sahen nicht anders aus.
Mit den Jahren sind die Geschichten allerdings größer geworden. Aus einzelnen Szenen wurden Romane, aus einer Idee manchmal ganze Buchreihen. Und je umfangreicher die Projekte wurden, desto mehr Informationen wollten organisiert werden.
Heute begleiten mich deshalb einige Programme durch meinen Autorenalltag. Nicht, weil sie das Schreiben einfacher machen würden – die Ideen muss man schließlich immer noch selbst haben –, sondern weil sie mir dabei helfen, den Überblick zu behalten und meine Projekte zu strukturieren.
Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten und jeder Autor arbeitet anders. Die folgenden Programme sind einfach die Werkzeuge, die sich für mich über die Jahre bewährt haben.
Papyrus Autor
Wenn mich jemand fragt, welches Programm ich am häufigsten nutze, lautet die Antwort eindeutig: Papyrus Autor.
Das Programm begleitet mich inzwischen seit fast zehn Jahren und ist aus meinem Schreiballtag kaum noch wegzudenken.
Während ich Word heute hauptsächlich für den Austausch von Dokumenten nutze, entstehen meine Bücher mittlerweile fast ausschließlich in Papyrus. Dort schreibe ich nicht nur den eigentlichen Text, sondern plane auch Projekte, erstelle Figurenkarten und sammle Informationen zu Orten, Gegenständen oder Recherchen.
Besonders hilfreich finde ich die Möglichkeit, Ideen direkt im Projekt festzuhalten. Über Denkbretter, Zeitstrahlen und verschiedene Organisationswerkzeuge lässt sich auch bei größeren Projekten der Überblick behalten.
Später unterstützt mich Papyrus außerdem bei der Überarbeitung. Die integrierte Stilanalyse hilft dabei, Wiederholungen oder sprachliche Schwächen aufzuspüren. Mittlerweile lassen sich sogar druckfertige Bücher und E-Books direkt aus dem Programm erstellen.
Für mich ist Papyrus inzwischen viel mehr als nur ein Schreibprogramm. Dort entstehen meine Geschichten, und hier bündeln sich auch viele der Informationen und Notizen, die im Laufe eines Projekts zusammenkommen.
OneNote
Während Papyrus meine Bücher verwaltet, ist OneNote für mein Worldbuilding zuständig.
Gerade bei Fantasyprojekten sammelt sich mit der Zeit eine enorme Menge an Informationen an. Länder, Religionen, Pflanzen, Tiere, politische Strukturen, geschichtliche Ereignisse oder kulturelle Besonderheiten – all diese Dinge möchten irgendwo festgehalten werden.
Für diese Art von Weltenbau hat sich OneNote für mich als ideales Werkzeug erwiesen.
Durch die übersichtliche Struktur aus Notizbüchern, Bereichen und Seiten kann ich Informationen thematisch sortieren und jederzeit wiederfinden. Bilder, Texte, Links oder Skizzen lassen sich unkompliziert miteinander kombinieren.
Auf diese Weise ist im Laufe der Jahre eine ganze Sammlung an Welten, Ländern, Religionen und Geschichten entstanden.
Azgaar’s Fantasy Map Generator
Wer Fantasy schreibt, kommt früher oder später an den Punkt, an dem eine Karte hilfreich wird.
Für meine Projekte nutze ich dafür den Fantasy Map Generator von Azgaar.
Das Programm bietet deutlich mehr Funktionen, als ich tatsächlich verwende. Viele Möglichkeiten reichen von Klimazonen über Handelswege bis hin zu komplexen politischen Strukturen.
Was ich besonders schätze, ist die Möglichkeit, schnell Karten zu erstellen und verschiedene Entwürfe auszuprobieren, bevor ich mich auf eine endgültige Version festlege.
Nicht jeder Autor braucht eine Karte. Für mich gehört sie inzwischen fast immer zu einem neuen Projekt dazu. Irgendwann möchte ich schließlich wissen, wo meine Figuren eigentlich unterwegs sind.
Affinity Publisher
Sobald das Manuskript fertig ist, beginnt für mich der nächste Abschnitt: die Vorbereitung für die Veröffentlichung.
Gerade im Selfpublishing macht es mir Spaß, möglichst viele Schritte selbst umzusetzen und dem fertigen Buch nach und nach beim Entstehen zuzusehen.
Für den Buchsatz arbeite ich seit ein paar Jahren mit Affinity Publisher.
Das Programm ähnelt in vielen Bereichen Adobe InDesign, ist aber als Einmalkauf erhältlich und deckt meine Bedürfnisse vollständig ab.
Hier entstehen die Druckdateien meiner Bücher, aber auch viele andere grafische Elemente. So bearbeite ich beispielsweise Karten für meine Romane oder erstelle Grafiken für Social Media.
Gerade im Selfpublishing ist es hilfreich, möglichst viele Arbeitsschritte selbst umsetzen zu können. Affinity Publisher ist dabei für mich zu einem wichtigen Werkzeug geworden.
Mein Fazit
So hilfreich Programme auch sein mögen – schreiben müssen wir unsere Bücher am Ende immer noch selbst.
Die richtigen Werkzeuge können aber dabei helfen, den Überblick zu behalten und den kreativen Prozess zu unterstützen.
Letztlich ist das beste Schreibprogramm immer das, mit dem man tatsächlich gern arbeitet.
Für mich sind Papyrus Autor, OneNote, Azgaar und Affinity Publisher über die Jahre zu festen Begleitern geworden – und vermutlich werden sie das auch noch eine ganze Weile bleiben.